wie würde ein 3D Drucker diesen Hohlkörper drucken?
#1
Ich befasse mich immer noch mit dem Thema "3D Druck von Hohlkörpern und Wänden",  kann das aber nicht real ausprobieren weil ich noch keinen 3D Drucker habe.

Wie würde ein 3D Drucker den ohne Wandstärke gezeichneten Hohlkörper drucken?

Kann so ein Gebilde überhaupt gedruckt werden? Wenn Ja, ob der Slicer da automatisch eine Wandstärke anlegt und eine mehr oder weniger lose Füllung einbaut oder ob man das  selbst (durch Eingeben von Parametern) bestimmen muss?

   
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#2
ein 3D-Drucker kann naturgemäss keine 2D-Flächen sondern nur Gebilde mit Wandstärke drucken, ob man Flächen mit dem Slicer sinnvoll ohne Kollisionen 'aufdicken' kann am besten selbst probieren und hier berichten.

Norbert
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#3
(29.01.2018 - 12:01)SketchUp3D.de schrieb: ein 3D-Drucker kann naturgemäss keine 2D-Flächen sondern nur Gebilde mit Wandstärke drucken....

Die Hohlwand ist "ansichtsmäßig" kein 2D-Gebilde sondern 3D (wenngleich ohne Wandstärke gezeichnet). Ich habe beide Wände mal als *.STL in Cura und Slic3r geladen, ohne irgendwelche Parameter-Einstellungen, siehe Screenshot. Was Cura daraus gemacht hat kann man leider nicht sehen, da man nicht in die Hohlwand blicken kann. Bei Slc3r scheint die Wand aufgefüllt zu sein? Beurteilen kann das sicher jemand, der beide Slicer-Programme kennt und ggf. auch schon mal so etwas gedruckt hat. Ich habe auch schon in ein 3D Druck Forum geschaut, da kriegt man aber als SU-Benutzer überwiegend ablehnende Kommentare.

Siehe hier (ich bin da nicht der "Enttäuschte" ich habe da nur mitgelesen): http://www.3d-druck-community.de/thread-21260.html




   
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#4
(30.01.2018 - 12:30)rosketch schrieb: Die Hohlwand ist "ansichtsmäßig" kein 2D-Gebilde sondern 3D (wenngleich ohne Wandstärke gezeichnet).

Deswegen sprach ich von "Flächen" welche mathematisch/geometrisch grundsätzlich zweidimensionaler Natur sind.

Wasserdichte 'Hohlkörper' sind für den Slicer kein Problem und werden als Volumen betrachtet und gedruckt, um z.B. Material zu sparen kann man per reduziertem 'Infill' ausgehöhlte Objekte drucken. Will man definierte, eventuell veränderliche Wandstärken sollte man selbige besser auch so modellieren. Flächen die solitär im Raum stehen sind problematisch und sollten vor dem STL-Export bereinigt werden.

Norbert
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#5
Es ist doch so: auch Wände, die mit "Stärke" gezeichnet wurden (meine erste Wand), da sind diese "Stärken" in SU auch zunächst mal alle hohl, ein Slicer müsste die sowieso mit Füllmaterial versehen, im Prinzip kein Unterschied zu einer von vornherein "hohlen Wand" (meine zweite Wand). Oder liege ich da falsch?
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#6
(30.01.2018 - 13:02)rosketch schrieb: Es ist doch so: auch Wände, die mit "Stärke" gezeichnet wurden (meine erste Wand), da sind diese "Stärken" in SU auch zunächst mal alle hohl, ein Slicer müsste die sowieso mit Füllmaterial versehen, im Prinzip kein Unterschied zu einer von vornherein "hohlen Wand" (meine zweite Wand). Oder liege ich da falsch?

genau, deswegen schrieb ich ja:
(30.01.2018 - 12:59)SketchUp3D.de schrieb: Wasserdichte 'Hohlkörper' sind für den Slicer kein Problem und werden als Volumen betrachtet und gedruckt...

es gibt nichts Hohles ausser man modelliert es; oder reduziert im Slicer den 'Infill'.

Norbert
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#7
(30.01.2018 - 12:30)rosketch schrieb: Ich habe auch schon in ein 3D Druck Forum geschaut, da kriegt man aber als SU-Benutzer überwiegend ablehnende Kommentare.

naja, das ist ein (1) Thema mit a) falschen Behauptungen (das STL-Plugin stammt von Trimble und ist ab der Version 2018 direkt integriert), b) vermutlich falschen Zitaten (Sketchup *seufz* hat geantwortet "es ist ein Polygon-Zeichenprogramm und kein Volumenmodellierer") und c) inkorrekten Vermutungen basierend auf dem Unwissen des vermutlich laienhaften Benutzers (geschrotteter Druck vermeintlich im STL-Export begründet). Und wird ja in der Folge durch Beiträge von SketchUp-Anwendern mit Ahnung richtig gestellt.

Unabhängig davon ist natürlich die Verwendung eines Volumen-Modellierers und dessen editierbarer Bearbeitungs-Werkzeuge (Kanten abrunden/fasen/profilieren, Aushöhlen, Biegen, Bohrungen/Aufsätze, bool'sche Operationen usw.) für den 3D-Druck einfacher, da die erzeugten Volumen-Modelle per Definition 'wasserdicht' sind.

Norbert
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#8
(30.01.2018 - 13:30)SketchUp3D.de schrieb: es gibt nichts Hohles ausser man modelliert es
Schön gesagt ;-)
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#9
Man könnte auch den massiven Block hohl drucken. Es lässt sich in den Einstellungen (hier Cura) vornehmen, wie dick die erste Schicht gedruckt wird, wie breit innere und äußere Wandlinien gedruckt werden, wie breit Füllungen gedruckt werden usw.

Hier Screenshots von einem massiven Block und einem Hohlblock 
   

mit den Cura Standardeinstellungen :

1. Füllung 100%
   

2. Füllung 20%
   

3. Füllung 0%
   


Es lässt sich also noch sehr viel verändern. Vielleicht verdeutlicht das die versch. Möglichkeiten.
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#10
(02.02.2018 - 22:53)togo schrieb: Man könnte auch den massiven Block hohl drucken. Es lässt sich in den Einstellungen (hier Cura) vornehmen, wie dick die erste Schicht gedruckt wird, wie breit innere und äußere Wandlinien gedruckt werden, wie breit Füllungen gedruckt werden usw.

Vielen Dank für die hilfreichen Darstellungen.  Damit sind die Eingangsfragen sehr anschaulich beantwortet.
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