Wie weit in den Planungsphasen kommt man mit Sketchup und Layout?
#11
Hallo,
Ich arbeite im Job mit einer recht alten Allplan-Version, seit 20 Jahren in 3d. In Kürze bekommen wir jedoch das neueste Allplan-Upgrade. SketchUp entdeckte ich vor etwas über einem Jahr und nutze es privat. Das Programm hat es mir wirklich angetan, denn das 3d-Zeichnen direkt im 3d-Fenster und das geniale Snapping macht große Laune. Auch das 3d-Warehouse ist genial. Und ich habe schon einiges an Architektur modelliert und dann mit Lumion visualisiert (wenn es Dich interessiert schau mal hier im Forum in die Galerie).  
Aber - auf keinen Fall könnte ich damit meine tagtägliche Arbeit im Architekturbüro erledigen (Entwurf, Bauantrag, Ausführungspläne, Ausbaupläne, Mengenermittlungen für Ausschreibungen und Abrechnungen). Ich denke, SketchUp will gar kein volles Architektur-Cad sein. Mit Allplan kann ich zwar nicht so schön direkt im 3d-Fenster draufloszeichnen, aber grundsätzlich läßt sich im Architekturbereich auch alles machen, was SketchUp kann, aber noch Tonnen von mehr Dingen, die ich auch tatsächlich brauche. Natürlich kostet Allplan (und wahrscheinlich auch Vectorworks) aber auch das Zehnfache.
Aber vielleicht würde für euch einen Kombination aus SketchUp und einem typischen Architektur-Cad Sinn machen?
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#12
Hallo,
ich bin neu hier aus einem ähnlichen Grund. Seit September 2019 arbeite ich mit VectorWorks auf Mac, als Innenarchitektin. Der Kauf von VW war allerdings eher ein Schnellschuss, als eine fundierte Überlegung. Ein großes Projekt hat mich dazu gebracht auf eine professionelle Software umzusteigen.
Da ich nun Plandaten mit Architekten in anderen Büros austauschen muss (war vorher kaum der Fall), brauchte ich eine gut performende Software, mit der ich DWG-Dateien austauschen und saubere Pläne zeichnen kann. Allerdings ist für meinen Auftraggeber die schnelle Anpassung in 3D-Modellen wichtiger als die Einhaltung der DIN-Normen bei den techn. Zeichnungen. Ich bin eher die Schnittstelle zwischen dem Auftraggeber und den Architekten, die die Ausführungsplanungen erstellen.
Mit VW tue ich mich schwer. Es ist zu umfangreich und wenig intuitiv für meine Begriffe. Daher überlege ich nun zu SketchUp zu wechseln. Beide Programme parallel zu betreiben, ist mir zu teuer und zu viel Aufwand, da ich ja in VW auch kein Profi bin.

Ist ein Umsteigen für mich sinnvoll? SU und LO kommen mir deutlich intuitiver vor.
Wie gut kann ich bereits erstellte 3D-Modelle aus VW in SU übertragen und dann auch in LO nutzen für Schnitte und Grundrisse? Oder ist es sinnvoller mit den reinen DWG-Grundrissdaten neue Modelle in SU anzulegen und dabei direkt die Ebenen, BIM-Daten etc. richtig anzulegen für die weitere Nutzung in LO?

Die Videos von Nick Sonder schaue ich mir in den kommenden Tagen noch an. Aber ich würde auch gerne eine Einschätzung von Kolleg*innen hier aus Deutschland haben.
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#13
Es wäre noch zu erwähnen daß es einige sehr hilfreiche Plugins gibt die für die Erstellung von Architekturzeichnungen nützlich sind. SO kann man z.B. mit Skalp sehr gute Schraffuren im Modell erzeugen, die schon sehr professionelles Aussehen haben und auch (wenigstens in etwas) nach DIN erstellt werden können.

Eine weitere Methode für professionelle Plangrafik bietet Mike Brightman mit den Condoc Tools an.
Das kostet natürlich auch Geld, aber als Profi wirst du das mit gutem Werkzeug auch verdienen. Sonst stimmt dein Geschäftsmodell nicht ;-)

Beste Grüße,

Gerhard
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#14
(27.03.2020 - 18:43)gerhardhuber schrieb: ... SO kann man z.B. mit Skalp sehr gute Schraffuren im Modell erzeugen, die schon sehr professionelles Aussehen haben und auch (wenigstens in etwas) nach DIN erstellt werden können.

Skalp kenne ich noch nicht. Das probiere ich auf jeden Fall aus.

(27.03.2020 - 18:43)gerhardhuber schrieb: Eine weitere Methode für professionelle Plangrafik bietet Mike Brightman mit den Condoc Tools an.
Das kostet natürlich auch Geld, aber als Profi wirst du das mit gutem Werkzeug auch verdienen. ...

Die Condoc Tools hab ich schon bei Recherchen entdeckt. Das muss ich noch abwägen, wie dringend ich diese Plugins brauche.

Die Kosten sind für mich dabei kein so großer Faktor. Aber die 5000 € zzgl. 750 € Servicegebühr pro Jahr, die mich VW kostet + die Kosten für SU Pro samt Plugins wären für meine Arbeit wirklich übertrieben.

Danke für die Tipps.
Ich lote noch ein paar Tage aus, wie die Reise für mich weiter geht.
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#15
Hallo Jsowa  
Condoc Tools von Mike Brightman benötigt man nicht zwingend für die Arbeitsweise von Mike Brightman, es vereinfacht das Arbeitskonzept von Mike Brightman aber enorm denke ich.

Am Mike Brightman System ist das massgebliche die Modellstruktur, denn die ist wichtig um alle planrelevanten Daten sauber getrennt in verschiedenen Formen in LO zu übernehmen.

Im SketchUp Warenhous stellt Mike Brightman einige Modellstrukturen zur Verfügung.

Es ist also möglich, das Mike Brightman Modell herunterzuladen und sein eigenes Modell in die einzelnen Layer und Untergruppen zu integrieren.

Modellname:
ConDoc4_ARCHITECT - Model Organization Guide

Grüsse aus der Schweiz

Zum Heissenstein HandWerk GmbH
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