Objekt aus Plattenwerkstoff in Lasercuttervorlage umwandeln
#11
Hi Cotty.
Die 70cm sollten natürlich 70mm sein.

Danke für Dein Beispiel mit OpenCutlist.

Grundsätzlich wußte ich natürlich, dass man mit OpenCutlist Schnittpläne erstellen kann.
Wie man in Deinem Screenshot sieht, tauchen die Ausschnitte (1 quadratischer, 2 runde) im Schnittplan nicht auf. Daher ist das so als Vorlage für einen Lasercutter nicht verwendbar.

Die geeignete Plattengröße bei Formulor beträgt 384mm * 384mm.
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#12
Heute habe ich eine ausführliche Antwort des Lasercutting-Dienstleister plexilaser.de erhalten.

Darauf folgt, dass die Idee den Schnittweg zu minimieren indem man Objekten direkt nebeneinander platziert nicht gut ist.

Zitat:Das benutzen von gemeinsamen Kanten ist eine beliebte "Un-Sitte" der Makerszene.

Sicher kann man auf diese Weise den Schneidweg minimieren, dies aber zulasten der Schnittqualität.
 
1. Können wir dann keine Radiuskorrektur durchführen (der Laser hat einen Schneidkanal von 0,2mm).
D.h. Alle Teile sind umlaufend 0,1mm kleiner und alle Ausschnitte 0,1mm größer, als in den Daten angelegt.

2. Dehnt sich das Material beim Schneiden durch Erwärmung geringfügig aus. Das kann zu unsauberen Ecken führen, wenn die Konturen eines Teils nicht in einem Zuge geschnitten werden.

3. Muss man beim Anlegen der Daten darauf achten, dass die Kanten nicht doppelt übereinander liegen, da sie sonst doppelt vom Laser abgefahren werden und das kann zu unschönen, unsauberen Kanten führen.

Fazit: Nicht machen! Wink Am besten alle Teile einzeln voneinander getrennt anordnen.

Weiterhin schrieb er mir, dass ich mir auch keine Gedanken um eine verschnittarme Platzierung machen müsse. Das würde sie übernehmen. Anders als bei Formulor muss der Kunde keine fixe Plattengröße angeben. plexilaser schneidet offenbar auch aus vorhandenen Resten. Was ich sympathisch finde, nebenbei gesagt.

Für diesen Thread heißt das:

Ich muss nun "nur" noch nach (nicht zu kostspieliger) Software suchen, die automatisch (darauf lege ich Wert) aus einem 3 Modell eine 2D-Vorlage erzeugt, wo zwischen den Objekten ein Mindestabstand von 2-5mm gewährleistet ist (das war die Empfehlung von Plexilaser).

Falls also noch jemand eine Idee hat: ich freue mich darüber Smile

Je länger ich im Netz zu 3D-Druck und Lasercutting stöbere, desto reizvoller finde ich es, mit Sketchup für diese beiden Verfahren Vorlagen erzeugen zu können.

Gestern sah ich z.B. von Jörg Jäckle ein (wie immer super gemachtes) Video, wo er einen Rohrabzweig für den 3D-Druck modelliert.

Faszinierend!

Die wichtigste Erkenntnis: es gibt Methoden, wie man aus einem 3D-Modell unerwünschte Kanten/Flächen herausbekommt, damit das Modell ein einziger nahtloser Körper wird.

Aktuell habe ich gerade 2 elektronische Geräte fertiggestellt, die in u.a. in einer selbstgebauten Fermentationsbox eingesetzt werden sollen.

Ein PID-Temperaturregler und eine Steuerung für einen Lüfter mit Pulsweitenmodulation. Perfekte Anlässe um Gehäuse und Halterungen zu "drucken" bzw "cutten" zu lassen.
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#13
(26.05.2020 - 11:53)finewoodworking schrieb: Ich muss nun "nur" noch nach (nicht zu kostspieliger) Software suchen, die automatisch (darauf lege ich Wert) aus einem 3 Modell eine 2D-Vorlage erzeugt, wo zwischen den Objekten ein Mindestabstand von 2-5mm gewährleistet ist (das war die Empfehlung von Plexilaser).

zum Abwickeln mögen die Plugins 'Flattery' oder 'Unwrap and Flatten Faces' hilfreich sein, die Abstände dann ggf. manuel herstellen... was bei Einzelstücken kein Aufwand sein sollte.


Norbert
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#14
Flattery habe ich installiert, aber der Befehl "Unfold Faces" hat keine Wirkung.

Ich werde später nochmal nach einer Anleitung suchen. Vielleicht funktioniert die 5 Jahre alte Erweiterung auch auf SU2020 nicht?
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#15
Man muss dabei Flächen manuell anklicken, sicher auch nicht das was du dir vorstellst.
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#16
@cotty
Danke für den Hinweis.
Dann muss ich in der Tat weitersuchen.

Ich bin ja sicher nicht der einzige, der Sketchupmodelle aus Ausgangspunkt für Lasercutting verwenden möchte.
Da muss es doch irgendwas geben, was die Aufgabe löst. Ohne manuelles Herumgeklicke.

'Unwrap and Flatten Faces' habe ich mir jetzt auch angesehen.
https://extensions.sketchup.com/extensio...tten-faces
Wenn ich die Bilder richtig interpretiere, dann dient die Anwendung als Vorlage für Papier-Origimami, wo also gefaltet wird.

Die Objekte werden nicht einzeln mit geringem Abstand nebeneinander platziert.

Uff, hätte nie gedacht, dass die Suche nach einem Tool für den Zweck sich so zäh gestaltet.
Ich staune im Grunde auch, dass Trimble so eine Funktion nicht integriert.

Gerade für Gestalter/Architekten, die ein größeres Modell aus Plattenwerkstoff cutten lassen wollen, wäre eine Automatik doch von großem Nutzen.
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#17
(28.05.2020 - 07:17)finewoodworking schrieb: Uff, hätte nie gedacht, dass die Suche nach einem Tool für den Zweck sich so zäh gestaltet.

brauchst nicht weiter suchen, die vollautomatische Lösung wird's nicht geben.

(28.05.2020 - 07:17)finewoodworking schrieb: Ich staune im Grunde auch, dass Trimble so eine Funktion nicht integriert.

warum sollte so eine doch exotische Funktion (1. Anfrage hier) integriert werden, heute erstellt man digitale Modelle... mit SketchUp. Unabhängig davon sind für so etwas ja gerade Plugins gedacht, wenn das niemand frei oder für kleines Geld entwickeln will, ist die Nachfrage vielleicht doch nicht soo gross.


Norbert
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#18
@Norbert
Vielleicht hast Du Recht und das Anliegen ist auf die Gesamtheit aller Nutzer exotisch. Ich denke dennoch, dass Trimble mit einem Merkmal "Exportieren als Lasercuttervorlage" durchaus für ihr Produkt werben könnten.

Gestern erhielt ich von Eric Schimelpfenig, der Entwickler des Plugins "Fabber" die Antwort, dass er bereits an einem Preismodell für Hobbyisten arbeitet.

https://www.getfabber.com/
Soweit ich die Merkmale von "Fabber" verstanden habe, wird damit genau mein Anliegen gelöst.

Bin gespannt.

Je mehr ich jedenfalls zum Thema Lasercutting stöbere, desto interessanter finde ich das Ganze.

Wenn wir zum Thema 3D-Druck kommen:
Soweit ich ein Video von Jörg Jäckle richtig verstanden habe, ist es für eine saubere Vorlage nötig, falls das Modell aus mehreren Solids besteht, diese zu einem einzige zu "verschmelzen".

Ob das automatisch beim Export geschehen kann, muss ich noch recherchieren.

Denn für eine Bearbeitbarkeit eines 3D-Modells in Sketchup, wäre es ja von Nachteil, wenn alles verschmolzen ist.
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#19
(29.05.2020 - 08:44)finewoodworking schrieb: Soweit ich ein Video von Jörg Jäckle richtig verstanden habe, ist es für eine saubere Vorlage nötig, falls das Modell aus mehreren Solids besteht, diese zu einem einzige zu "verschmelzen".

Vermutlich geht es hierbei auf die Ausgabe auf einem 3D-Drucker und einen STL-Export dazu. Für den 3D-Druck benötigt man ein (1) 'wasserdichtes' Volumen-Modell welches in SketchUp per Gruppieren-Funktion entsteht (s. Ablage "Elementinformationen")... sofern der Volumen-Körper eindeutig ist also keine Öffnungen oder verwaiste Linien/Flächen oder falsch ausgerichtete Innen-/Aussen-Seiten usw. enthält.

Um dies zu prüfen und zu bereinigen, können die hier in diesem Kontext bereits des öfteren benannten Plugins von ThomThom hilfreich sein:

CleanUp³
Solid Inspector²


Norbert
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