Komponentenfehler bei 3D Druck
#1
Ich möchte einen Komponentenfehler melden.
Das kann jeder ausprobieren: 
In Sketchup eine Druckdatei STL erstellen und speichern. Dann diese STL wieder importieren. Sketchup macht daraus eine ungewollte Komponente.
Ich habe das erst bemerkt als ich mein Projekt skalieren wollte, aber SU sagte importierte Komponenten werden nicht mitskaliert. Man muss die Komponente erst auflösen und dann wieder gruppieren.
Vielleicht meldet das jemand an Trimble?
LG Holter Moni
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#2
Auch beim Import von SketchUp-Modellen werden diese als Komponente importiert und es gibt durchaus Vorteile davon. Aus meiner Sicht handelt es sich also um ein gewolltes Verhalten und es ist kein Fehler.
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#3
(03.10.2020 - 17:08)cotty schrieb: Auch beim Import von SketchUp-Modellen werden diese als Komponente importiert und es gibt durchaus Vorteile davon. Aus meiner Sicht handelt es sich also um ein gewolltes Verhalten und es ist kein Fehler.

Ich möchte dieses Thema doch noch mal anschneiden. Welche Vorteile gäbe es denn daraus?

Wenn man STLs importiert (fremde oder auch eigene mal selbst erstellte) so werden diese automatisch zu Komponenten. Wenn man diese STLs in "Nicht-Komponenten" umwandeln will, muss man sie zuerst in Einzelteile auflösen und dann wieder gruppieren. Falls diese STLs sehr "groß" sind, kann es sehr lange dauern bis SketchUp sie in Einzelteile auflöst, es gibt sogar Fälle, da bleibt SU hängen und man muss es schliessen.

Da ich beim 3D Druck nicht selten recht umfangreiche STLs aus dem Internet runterlade und zwecks Nachbearbeitung importiere, finde ich dieses Verhalten von SketchUp sehr lästig. Sollte das wirklich "gewollt" sein oder wäre es machbar, dass mal bei Trimble nachgefragt wird ob das nicht ein Fehler ist?

Es ist ja nicht nur das Problem des "Öffnens". Falls man ganze Projekte umskalieren möchte, weigert sich SketchUp bekannterweise die Komponenten mit umzuskalieren. Man ist also gezwungen, sie zuerst in Einzelteile zu zerlegen und dann wieder zu gruppieren, damit man sie mit-skalieren kann. Natürlich kann man auch Komponenten einzeln anfassen und jede für sich skalieren, so mache ich das gezwungenermaßen auch, bleibt einem ja nichts anderes übrig. Aber auch hier hat man wieder die Eigenart, dass alle Instanzen einer Komponente dann mit-skaliert werden, auch wenn man das nicht möchte. Man muss also erst mal wieder de-gruppieren. Oder gibt es da eine bessere Methode?

Nebenbei: auch zum Thema Spiegel-Fehler gibt es von nirgendwo eine Rückmeldung - ich hatte ja auch Trimble direkt kontaktiert, aber von da kommt nichts. Ich repariere diese Fehlerdateien inzwischen mit Hilfe eines Drittprogrammes (Windows 3D Builder), was natürlich viel Mehrarbeit mit sich bringt. Oder ich mache das mit dem alten Make 2017, da treten die Spiegel-Fehler nicht auf.
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#4
(06.04.2021 - 19:36)rosketch schrieb: Wenn man STLs importiert (fremde oder auch eigene mal selbst erstellte) so werden diese automatisch zu Komponenten. Wenn man diese STLs in "Nicht-Komponenten" umwandeln will, muss man sie zuerst in Einzelteile auflösen und dann wieder gruppieren. Falls diese STLs sehr "groß" sind, kann es sehr lange dauern bis SketchUp sie in Einzelteile auflöst, es gibt sogar Fälle, da bleibt SU hängen und man muss es schliessen.
Da ich beim 3D Druck nicht selten recht umfangreiche STLs aus dem Internet runterlade und zwecks Nachbearbeitung installiere, finde ich dieses Verhalten von SketchUp sehr lästig.

Hast du die Umwandlung von Komponente in Gruppe schon mal mit Plugin versucht?
https://extensions.sketchup.com/extensio...t-to-group

(06.04.2021 - 19:36)rosketch schrieb: Aber auch hier hat man wieder die Eigenart, dass alle Instanzen einer Komponente dann mit-skaliert werden, auch wenn man das nicht möchte. Man muss also erst mal wieder de-gruppieren. Oder gibt es da eine bessere Methode?

Wenn man eine Komponente von außen skaliert, ändern sich die anderen Instanzen nicht. Nur wenn man im Inneren einer Komponente die Definition ändert, hat das die gewollte Auswirkung auf die anderen Instanzen. Man kann eine Skalierung "von außen" aber auch für die Definition übernehmen, Rechtsklick und "Definition skalieren" auswählen.

(06.04.2021 - 19:36)rosketch schrieb: Nebenbei: auch zum Thema Spiegel-Fehler gibt es von nirgendwo eine Rückmeldung - ich hatte ja auch Trimble direkt kontaktiert, aber von da kommt nichts. Ich repariere diese Fehlerdateien inzwischen mit Hilfe eines Drittprogrammes (Windows 3D Builder), was natürlich viel Mehrarbeit mit sich bringt. Oder ich mache das mit dem alten Make 2017, da treten die Spiegel-Fehler nicht auf.

Das Problem ist bei den Entwicklern bekannt, es hat aber anscheinend dort keine hohe Priorität.
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#5
Ich möchte zum Thema "Komponenten bei STL-Import" noch etwas nachliefern.

In SU 2017 (auch SU Make 2017) werden importierte STLs NICHT als Komponenten angezeigt. In SU 2020 sind es aber Komponenten. Siehe Screenshot. Es  scheint mir, dass hier dieselbe oder eine ähnliche Fehlergrundlage vorliegt wie bei dem Spiegelfehler. Erst ab SU nach 2017 gibt es den Spiegelfehler und erst seit SU nach 2017 gibt es auch die aus meiner Sicht fehlerhafte Importierung von STLs als "Komponenten".

Ich werde von mir aus aber keine Meldung an Trimble machen, denn ich habe ja die Erfahrung gemacht, dass auf meine Hinweise als Privatmensch keine Stellungnahme erfolgt. Vielleicht ist das erfolgversprechender wenn eine Firma oder ein Händler das macht.

LG Rolf

@cotty: die Umwandlung von Komponenten in Nicht-Komponenten mittels Plugin habe ich noch nicht versucht, sondern nur mit Bordmitteln von SU 2020, was bei meinen Projekten aber mitunter "unendlich" lange dauert, manchmal muss ich es sogar aufgeben, weil SU hängenbleibt.

   
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#6
In 2017 gab es noch keinen nativen STL-Import, vermutlich vergleichst du Äpfel mit Birnen? Oder nutzt du das gleiche Plugin auch in 2021?

Manuelle Möglichkeit für eine vermutlich schnellere Auflösung und Gruppenerstellung:
- Die Komponente zur Bearbeitung öffnen
- Alles markieren
- Gruppe erstellen
- Komponente verlassen
- Komponente in Einzelteile auflösen

Hintergrund: Beim Auflösen wird sämtliche Geometrie auf Verschneidungen mit dem Rest des Modells untersucht, was bei großer Anzahl entsprechend dauert. Wird erst innerhalb der Komponente eine Gruppe erstellt, kann dieser zeitaufwendige Schritt beim Auflösen entfallen.
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#7
Vielen Dank @cotty für die wie immer guten Tipps.

Ich mache das jetzt so:

- STL in Make 2017 importieren und abspeichern - da ist es dann KEINE Komponente
- 17er Datei in 2020 öffnen und abspeichern - da ist die STL dann auch KEINE Komponente

Das mache ich inzwischen auch so mit den "Spiegeldateien".

Wie gut dass es das kostenlose Make noch gibt. Eigentlich bräuchte ich gar kein 2020 oder 2021 ... naja es ist halt die Geschwindigkeit, die bei der 2017er Version fehlt, die habe ich natürlich mit 2020 und noch ein paar sonstige Sachen die besser gehen, weiss aber nicht genau welche. Aber es ist halt gut, Make noch in der Hinterhand zu haben, für Leute die 3D drucken eine echte Bereicherung - im Gegensatz zu der Free-Version im Browser...

LG Rolf
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#8
(08.04.2021 - 12:14)rosketch schrieb: ... mit 2020 und noch ein paar sonstige Sachen die besser gehen, weiss aber nicht genau welche.

die Unterschiede der SketchUp Pro- und Make-Version findest du hier, die neuen Funktionen und Verbesserungen der SketchUp Pro-Versionen 2021/2020/2019/2018 hier.


Norbert
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